Im Sinne einer ethnologischen
Feldforschung stifteten die benutzten Untersuchungskategorien der drei
ethnologischen Projektwochen auch die Struktur des Ausstellungskonzeptes.
In sieben Themenfeldern wurden die künstlerisch-medialen Forschungsergebnisse
aus den Projektwochen in spannenden und auch überraschenden thematischen
Installationen präsentiert. Darüber hinaus wurden in drei
transparenten "Forschungs-Containern" die angewandten Ansätze
der ethnologischen Feldforschung präsentiert. Diese drei zeltartigen
Räume beherbergten die Kategorien "Methode", "Interaktion"
und "Raum". Hier wurden die spezifischen Ausgangspunkte, Methoden
und Praktiken dieses Projekts für den Ausstellungsbesucher sichtbar.
Sowohl dokumentarisch als auch theoretisch erfuhren die Alltagsrituale
und Praktiken der Schüler und Schülerinnen auf "Wissenschaftsfolien"
eine Interpretation durch die Studierenden. Aber auch der Prozess des
Projektes als solcher wurde in den Themenräumen den Besuchern aufgezeigt.
Im Zusammenspiel dieser
zehn Sammelfelder entstand im zentralen Gang des Untergeschosses des
Hauses der Kulturen der Welt ein Ausstellungsparcours, der dem Betrachter
Gelegenheit gab, sowohl die künstlerisch bearbeiteten Forschungsergebnisse
der Schüler und Schülerinnen als auch den Prozess des Projektes
nachvollziehen zu können. Mit Hilfe von einfachen Baumaterialien
wie Dachlatten, Plastikfolien und altmodischen Röhren-TV-Geräten
entstand ein Low-Tech-Look, der die Besucher zu einer Entdeckungsreise
einladen sollte und somit eine weitere, betrachter-relavante Ebene des
Forschens erzeugen sollte. Neben Objekten des Alltags, kleinen Skulpturen
und kurzen Videosequenzen wurden auch Fotografien und Texte ausgestellt.